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Allgemeine Hinweise

Die nachfolgenden Regeln basieren maßgeblich auf Erfahrungswerten und sind größtenteils Stand der Technik. Es wird keinerlei Haftung übernommen für Schäden, die sich auf die Anwendung dieser Regeln gründen. Ausführliche Verarbeitungs- und Anwendungsregeln für die verschiedenen Produktgruppen sind in einschlägigen Normen und Regelwerken enthalten, die ebenfalls zu beachten sind. Ange­boten, Bestellungen und Lieferungen liegen unsere AGB (Allgemeine Geschäftsbedingungen für die Beton- und Fertigteilindustrie) sowie die technischen Hinweise zur Lieferung von Betonprodukten für den Straßen-, Landschafts- und Gartenbau (BDB 01/07) zugrunde.

   

Vor der Verarbeitung

Immer ist die Lieferung vor Beginn des Einbaus anhand des Lieferscheines und durch Inaugenscheinnahme zu prüfen, ob sie der Bestellung entspricht. Bei Beton-Pflastersteinen z. B. schließt der Bedarf pro Quadratmeter verlegter Fläche die Fugen immer ein. Mengenmäßig werden die ­Beton-Pflastersteine so geliefert, dass die Fläche unter Einhaltung des Rastermaßes verlegt werden kann. Sofern Zweifel oder Bedenken bestehen, darf mit den Verlegearbeiten und z. B. dem Versetzen von Palisaden oder Pflanzsteinen nicht begonnen werden. Dies gilt auch für den Fall, wenn die Qualität grundsätzlich bemängelt wird. Prüfen Sie die Ordnungs­mäßigkeit der Lieferung hinsichtlich Warenart, Menge und Qualität. Warenmängel sind grundsätzlich vor dem Einbau bzw. der Verlegung schriftlich anzumelden. Bei Verarbeitung von fehlerhaftem Material entfallen sämtliche Reklamationsansprüche, insbesondere Kosten für Neuverlegung, Austausch usw. Bei unberechtigten Reklamationen behalten wir uns vor, entstandene Kosten (wie z. B. Anfahrt, Material usw.) zu berechnen. Streusalz darf auf allen Terrassenplatten nicht verwendet werden.


   

Kalkausblühungen

Grauschleier oder weißliche Flecken, z. B. an Beton-Pflastersteinen oder -palisaden, sind meistens Kalkausblühungen. Hierbei handelt es sich um eine chemische Reaktion, die aufgrund des Anmachprozesses zwischen Wasser, Luft und Zement entsteht und als Kalziumkarbonat zutage tritt – einmal mehr, einmal weniger. Dieser natürliche Vorgang ist unvermeidbar und infolgedessen auch kein Reklamationsgrund. Normale Bewitterung und Benutzung lassen die Ausblühungen meist in den ersten zwei Jahren verschwinden.

   

Farbunterschiede

Auch Farbunterschiede sind bei Betonprodukten nicht auszuschließen. Sie haben für den Gebrauchswert keine Bedeutung. Grund hierfür sind Schwankungen der Eigenfarben der natürlichen Zuschlagstoffe oder unterschiedliche Produktionsverfahren und -zeiten. Pflaster z. B., sollte in solchen Fällen während der Verlegung aus mehreren Paketen entnommen werden, um eine bessere Vermischung zu erreichen. Weiterhin kommt es aus technischen Gründen bei Fotografie und Druck vor, dass die Farben der dargestellten Objekte in diesem Katalog von den tatsächlichen Farben der Betonprodukte abweichen. Unterschiedliche Aufnahmebedingungen beim Fotografieren und schwankende Produktionsparameter beim Druck machen ­dies leider unvermeidlich.

   

Ausblutungen

Dunkle punktuelle Verfärbungen sind naturbedingt und können im Einzelnen vorkommen. Es kann sich dabei um pyretische Zuschläge oder z. B. Urgestein handeln. Diese sind in der Qualitätskontrolle der Produktion nicht erkennbar und stellen daher keinen Reklamationsgrund dar.

   

Natürliche Abweichungen

Sämtliche Abbildungen in diesem Prospekt sind Durchschnittsmuster. Bei der Produktion unserer Erzeugnisse bemühen wir uns, das Aussehen in Struktur und Farbe beizubehalten. Geringe Abweichungen sind aufgrund der natürlichen Schwankungen in den Zuschlagstoffen technisch unvermeidbar und stellen keine Minderung der Qualität dar. Durch unterschiedliche Fertigungsmethoden bei den Einzelprodukten kann es untereinander zu Farbabweichungen kommen, die nicht zur Reklamation berechtigen.

   

Reinigung und Pflege

Alle Gerwing-Plattenserien aus diesem Katalog sind werkseitig endbehandelt. Daher dürfen diese Produkte nicht zusätzlich imprägniert, versiegelt oder beschichtet werden. Normale Verunreinigungen können nicht sofort in die Oberfläche eindringen und diese dauerhaft verschmutzen. Eine regelmäßige Unterhaltspflege ist weiterhin notwendig. Pflegeleicht bedeutet nicht »keine Pflege«! Flecken von Speisen, Rotwein oder Ölen sollten grundsätzlich rasch beseitigt werden, weil Sie bei längerer Einwirkzeit die Imprägnierung/Beschichtung angreifen können. Generell sollten alle Verschmutzungen kurzfristig entfernt werden. Im Normalfall sind diese durch einen harten Besen unter Zuhilfenahme von fließendem Wasser mit eventuellem Einsatz von neutraler Schmierseife zu reinigen. Bei stärkeren Verschmutzungen z. B. durch Mörtelreste, Rost, Algen, Moose oder Flecken durch Gerbsäure von Blättern und Pflanzen ist ggf. ein spezielles Reinigungsmittel erforderlich. Hinweis: Säurehaltige Flüssigkeiten können bei längerer Einwirkzeit die Oberfläche angreifen.

Pflege von beschichteten Terrassenplatten der Serie »Benelux«: Die Pflege der Platten wird durch die Beschichtung erheblich vereinfacht. Für die normale Pflege ist reines Wasser zu verwenden. Für eine Intensivpflege bei groben Verschmutzungen benutzen Sie bitte eine neutrale Seifenlauge auf pflanzlicher Basis. Danach muss die Fläche mit reinem Wasser abgespült werden. Pflegeleicht bedeutet nicht »keine Pflege«! Reinigen Sie Ihre Terrasse regelmäßig, dann können Sie sich jahrelang daran erfreuen. Bei dauerhafter Beanspruchung der Beschichtung durch harte oder spitze Gegenstände können unter Umständen Kratzer auf den Platten entstehen. Leichte Kratzer verschwinden nach einiger Zeit durch Witterungseinflüsse und regelmäßige Pflege. Durch Gartenmöbel verursachte Kratzer vermeiden Sie, indem Sie Filzscheiben unter den Füßen der Möbel anbringen. Bei geschnittenen Platten kann die Beschichtung beschädigt werden. Reinigungsprodukte mit Säurebildung und alkalischen Reaktionen, Lösungsmittel, Tausalzverbindungen und Hochdruckreinigungsgeräte dürfen nicht eingesetzt werden. Für die dauerhafte Sauberhaltung unserer GerloCastell-Bruchsteine empfehlen wir die nachträgliche Versiegelung der Steine mit unserer »CleanCastell«-Schutzversiegelung.

   

Pflastersteine: Unterbau

Wichtig für eine optisch saubere und dauerhaft haltbar verlegte Pflasterfläche ist ein sorgfältig ­vorbereiteter Unterbau. Je nach Belastung wird ­zunächst eine 15–30 cm starke Frostschutz- bzw. Tragschicht aus ungebundenem Mineralstoffgemisch (z. B. 0–32 mm oder 0–45 mm) profilgerecht und eben auf den tragfähigen Untergrund aufgebracht und lagenweise bis zur Standfestigkeit verdichtet. Das bedeutet, Gefälle, Wasserführung usw. müssen hier bereits berücksichtigt werden. Unebenheiten dürfen nicht durch die Pflasterbettung ausgeglichen werden, sonst können nach dem Abrütteln Mulden entstehen. Das Gefüge des Unterbaus muss so verdichtet sein, dass die Pflasterbettung nicht in den Unterbau wandern kann.

   

Pflastersteine: Pflasterbett

Auf diese ausreichend verdichtete Fläche wird dann eine 3–5 cm starke Pflasterbettung aus korngestuftem, ungebundenem Mineralstoff­gemisch bis max. 8 mm aufgetragen und über Lehren gleichmäßig abgezogen. Das Bettungsmaterial muss auf Tragschicht- und Fugenmaterial abgestimmt sein. Bettungsmaterial darf nicht in die Tragschicht einrieseln und das ­Fugenmaterial nicht in die Bettung. Die abgezogene Schicht darf nicht verdichtet, befahren oder betreten werden. Das Pflasterbett schafft auch den Ausgleich für Höhendifferenzen der Pflastersteine, die herstellungsbedingt unvermeidbar sind und im Rahmen der gültigen ­Normen liegen. Um die geforderte Sollhöhe des fertigen Belages zu erreichen, muss das Verlegebett mit einer leichten Überhöhung hergestellt werden, um die sich die Endhöhe nach dem Abrütteln reduziert.

   

Pflastersteine: Randeinfassung

Pflasterdecken sollten überall dort, wo stärkere Belastungen auftreten, grundsätzlich eine Randeinfassung erhalten. Hierzu eignen sich Palisaden, Rabattensteine, Hoch- und Tiefbordsteine usw.

Pflastersteine korrekte Randeinfassung

Wird im Gartenbereich auf eine Einfassung verzichtet, empfiehlt es sich, die äußere Steinreihe in ­Beton, mit Betonschulter zur angrenzenden Gartenfläche, zu setzen. Die Betonschulter ist so ­anzulegen, dass sie später z. B. mit Muttererde oder Kies überdeckt werden kann!

   

Pflastersteine: Steinverlegung

Auf das so vorbereitete Pflasterbett werden ­anschließend die Pflastersteine höhen-, winkel- und fluchtgerecht (mit Schnur), mit einem Fugenabstand von mindestens 3–5 mm verlegt. Bei manchen Pflastersystemen empfiehlt es sich, kontinuierlich mit der Verlegung der Steine auch gleich die Fugen zu füllen.

Pflastersteine korrekte Steinverlegung

   

Pflastersteine: Fugenverfüllung

Nach dem Verlegen werden die Fugen mit Quarzsand oder Fugensplitt 1–3 mm bzw. bei Öko-Belägen mit entsprechend größeren Körnungen eingekehrt. Hinweis: Generell ist bei der Auswahl von Material und Kornabstufung für Fugenfüllung, Pflasterbett und Unterbau ­darauf zu achten, dass es in dieser Reihenfolge nicht dazu kommt, dass die einzelnen Schichten ineinander einrieseln.

Pflastersteine korrekte Fugenverfüllung

   

Pflastersteine: Abrütteln

Nach der vollständigen Pflasterverlegung und ­Fugenverfüllung wird die Fläche abgerüttelt. Die Oberfläche der Steine muss vor dem Rütteln ­trocken, sauber, und frei von Sandresten sein. Das Abrütteln ist mit einer Rüttelplatte mit Kunststoff- oder Gummischürze quer zur Verlegerichtung vorzunehmen.

Pflastersteine Ausrüstung des Rüttlers

Nach dem Rüttelvorgang wird ­erneut Fugenmaterial auf die Fläche aufgebracht und eingekehrt. Danach die Pflasterfläche gründlich reinigen und Reste vom Fugenmaterial ent­fernen. Anschließend ist die Pflasterfläche voll funktionsfähig.

   

Pflastersteine: Oberflächenentsiegelung

Wasserdurchlässig befestigte Flächen bedingen etwas andere Voraussetzungen. Am günstigsten für die direkte Ableitung des anfallenden Oberflächenwassers sind sogenannte Drainfugen, die mit filterstabilem Material, etwa Splitt 1/3 mm, verfüllt werden. Rasenfugen, z. B. bei Verfüllung mit Sand-/Humus-/Grasgemisch, sind infolge der im Laufe der Zeit einsetzenden Verwurzelung weniger sicker­fähig, haben in der Praxis aber trotzdem ihren Platz. Sie signalisieren Umweltinteresse und bremsen bei Gefälle die Fließgeschwindigkeit des anfallenden Oberflächenwassers ab. Auch muss gewährleistet sein, dass Ober- und Unterbau ebenfalls durchlässig, aber auch standfest sind. Entsprechend sorgfältig muss die Mate­rialauswahl erfolgen. Es sind möglichst wenig Feinstanteile zu verwenden. Für das Pflasterbett sind gebrochene oder ungebrochene ­Mineralstoffe wie Pflastersand 2/4 mm oder Edelsplitt 2/5 mm zu bevorzugen. Der Durchlässigkeitsbeiwert K sollte in der Regel einem Mittelwert von K > 2,7 x 10-5 m/s entsprechen. Die Bemessungsregenspende von 270 l/(s x ha) soll dauerhaft durch die wasserdurchlässige Flächenbefestigung und den Untergrund versickert werden können, wobei eine gute Filterstabilität der Schichten untereinander gewährleistet sein muss. Bei wasserdurchlässigen Pflasterungen ist darauf zu achten, dass bei starken Regenfällen eine zusätzliche Entwässerungseinrichtung nötig sein kann. Oberhalb von bindigem Untergrund kann die Verlegung von Filterrohren vorgesehen werden, um das anfallende Wasser geeigneten Drainanlagen zuzuführen, die es in durchlässige Bereiche abführen. Zur Prüfung der Wasserdurchlässigkeit von Böden ist bedarfsweise DIN 18130 und zum Nachweis der Filterstabilität von versickerungsfähigen Mineralstoffgemischen DIN 18035-5 heranzuziehen. Ansonsten sind die gleichen Regeln wie bei Standardpflasterungen zu beachten!

   

Pflastersteine: GerloCastell-Pflaster

Um GerloCastell Kopfsteinpflaster einfach und schnell verlegen zu können, empfehlen wir die oberste Schicht des Unterbaus (Bettungsschicht) mehrere cm Splitt oder Schlacke ohne Feinanteile zu verwenden (z. B. 2–5 mm). Durch das Einrütteln der Steine werden fertigungs­bedingte Steintoleranzen automatisch angeglichen. Die grobe Splitt- oder Schlackenschicht bettet jeden Stein für sich ein. Lästiges Picken der einzelnen Steine kann so weitgehend vermieden werden. Grundsätzlich gilt, die Langlebigkeit und Güte einer Pflasterfläche hängt im Wesentlichen vom Unterbau ab.

   

Garten- und Terrassenplatten: Verlegung

Grundlagen für die Verlegung/Verarbeitung sind die gültigen DIN/EN (Europäische Norm) bzw. die folgenden Herstellerempfehlungen. Voraussetzung für einen einwandfreien Außenbelag ist ein den jeweiligen Anforderungen entsprechender, tragfähiger und frostsicherer ­Untergrund. Ein sauberes Sand- oder Kiesbett (Körnung 0/32 mm oder 0/45 mm) von 10–20 cm Stärke ohne farbabgebende Stoffe gewährt Ihnen eine einwandfreie Lage der Platte, wenn Sie die Verlegefläche fachgerecht vorbehandelt und verdichtet haben. Der Aufbau ist so zu wählen, dass keine Staunässe entsteht und der Unterbau ein Gefälle von 2–3 % vom Gebäude weg hat. Die Platten legen Sie in 5–10 cm gewaschenen Sand oder Kies bzw. Splitt (Körnung 2/5 mm). Verwenden Sie als Verlegehilfe einen Plattenheber. Die Platten müssen vollflächig im Sand- oder Splittbett aufliegen. Sie sind mit einem Gummi- oder Kunststoffhammer (möglichst mit aufgelegtem Brettstück) festzuklopfen. Auf vorhandene, mit Gefälle versehene Beton-Unterkonstruktionen (z. B. Dachterrassen, Balkone usw.) erfolgt die Verlegung der Platten unter Ausgleich der Höhendifferenzen mittels Stelzlagern, Mörtelsäckchen, Splitt, Feinkies oder Drain- bzw. Filtermatten mit aufseitiger Ausgleichsschicht. Platten können auch kraftschlüssig in Mörtel verlegt werden. Wir empfehlen diese Verfahren jedoch nicht für den Außenbereich. Platten während der Verlegung nicht durch Erde (Mutterboden), Mörtelreste, Lehm usw. verschmutzen. Nach dem Verlegen, möglichst bis zum Ende der Bauphase, mit Folie abdecken.

   

Garten- und Terrassenplatten: Fugen

Die Platten sind mit gleichmäßigen Fugen (Breite 3–5 mm) zu verlegen. Verwenden Sie Fugenkreuze für einen gleichmäßigen Fugenverlauf, ein Verschieben der Platten wird damit verhindert. Bei fugenloser Verlegung (Pressfuge) können die Plattenkanten schon bei der Verlegung beschädigt werden. Bitte beachten Sie, dass zwischen dem Plattenbelag und angrenzenden, festen Bauteilen eine Dehnungsfuge anzulegen ist. Bei Verlegung von Platten im Sandbett sind die Fugen mit lehmfreien Feinsand (Quarz- oder ­Silbersand) zu verfüllen und einzufegen.

Achtung: Nicht mit Wasser einschlämmen! Bei Verlegung von Platten auf Stelzlagern, Mörtelsäckchen und in Splitt erfolgt keine Verfugung. Um die Beschichtung von Platten der Serie »Benelux« nicht chemisch zu verändern, darf eine Verfugung nur mit zementärem, vergütetem und schnell härtendem Pflasterfugenmörtel erfolgen. Mörtel auf Kunstharzbasis kann die Beschichtung anlösen.

   

Block- und Treppenstufen: Vor dem Einbau

Messen Sie die Höhe und die Tiefe der Stufenanlage aus. Die unterste Stufe muss auf einem Betonfundament aufliegen. Der Hang wird terrassenförmig ca. 5 cm über der Auftrittsbreite der Blockstufen bis zum obersten Tritt abgeböscht.

   

Block- und Treppenstufen: Einbau

Beim Einbau empfehlen wir das Versetzen der Vorderkante jeder Blockstufe um 3 cm. Durch die Steinbreite von 37,5 cm ergibt sich dadurch eine optimale Auftrittsbreite von 34,5 cm. Die Stufen werden einzeln in ein Mörtelbett gesetzt und ausgerichtet. Dabei ist auf ein Gefälle nach vorne von ca. 3 mm zu achten. Abschließend sollten Sie lagenweise hinterfüllen und verdichten.

   

Palisaden und Rabattensteine: Palisaden richtig eingebaut

Burghof- oder SBE-Vario-Palisaden sind Beispiele dafür, wie mit schlanken Betonelementen Blumen- und Pflanzbereiche eingefasst und zu Rasen- oder Verkehrsflächen abgegrenzt werden. Zu unterscheiden ist hierbei zwischen beidseitig ebenerdigem Gelände (Belastungsfall 1) und von ebenerdigem zu einem Hang oder einer Böschung ansteigendem Gelände (Belastungsfall 2). Je nach Objekt kommen hierbei unterschiedlich dimensionierte Palisaden zum Einsatz. Auch Treppeneinfassungen, Stellplatzumrandungen oder ­separat stehende Hochbeete können damit ­gebaut ­werden. Für fachgerechten Einbau sind ­folgende Hinweise zu beachten:

   

Palisaden und Rabattensteine: Belastungsfall 1

Beidseitig ebenerdige Geländeeinfassung/-trennung. Anwendungsbeispiele: Blumenbeet zur Rasenfläche, gepflasterter Hauseingang zu Pflanz­bereichen oder bekieste Randstreifen von Wohn- und Geschäftsgebäuden. Einbau: Werden die Elemente so eingebaut, dass sie beidseitig freistehen, sollte 1/3 ihrer Bauhöhe in das gut verdichtete Erdreich, über dem eine ca. 10 cm starke Kies-/Filterschicht (Tragschicht) als Aufstandsfläche einzubringen ist, einbinden.

palisaden-belastungsfall-1

Um seitliche Belastungen abzufangen, ist es empfehlenswert, ein dünnes erdfeuchtes Mörtelbett anzulegen und die Palisaden beidseitig mit einer Betonschulter einzubinden.

   

Palisaden und Rabattensteine: Belastungsfall 2

Ansteigendes Gelände hinter der Palisadenwand. Anwendungsbeispiele: In der Regel wird hier von Erdhinterfüllung ausgegangen. Von einer Pflasterfläche aus z. B. kann eine künstliche Anböschung vorgenommen oder ein vorhandener Hang abgefangen werden. Auch die ­seitliche Einfassung einer Gartentreppe ist ein ­typisches Beispiel. Es handelt sich um eine ­einseitige, bei Treppen auch beidseitige, Erdhinterfüllung der Palisaden, die meistens bepflanzt wird. In dieser Belastungskategorie werden ­z. B. die Burghofpalisaden eingebaut. Einbau: Die Palisaden müssen mit 1/3 ihrer Bauhöhe in den Untergrund einbinden. Nach dem Erdaushub erfolgt die Gründung auf einer 10–20 cm starken Kies-/Filterschicht (Tragschicht). Hierauf werden die Palisaden in ein erdfeuchtes, ca. 40 cm breites, gestampftes Betonbett C 15/25 gesetzt, das vor und hinter der ­Palisade mit einer Betonschulter versehen wird. Zur geraden, sauberen Fluchtung und zum höhengleichen Einbau, wird eine Schnur gespannt. Bei höheren Anböschungen und/oder Verkehrslasten ist ein statischer Nachweis erforderlich.

palisaden-belastungsfall-2



Bitte beachten! Herstellungsbedingt verjüngen sich Palisaden von unten nach oben leicht (Entschalkonizität). Um lotrechten Einbau sicherzustellen und Pressversetzung zu vermeiden, sollten deshalb kleine Holzkeile zwischen die Palisadenköpfe als Abstandhalter eingesetzt werden, die nach dem Aushärten des Betonbetts wieder zu entfernen sind.

   

Pflanzsteine: Richtig einbauen

Wenn in der Außenanlage eine Böschungsbefestigung geplant ist, kann ein privater Bauherr in der Regel auch selbst tätig werden. Im Standardfall, z. B. der Befestigung eines Gartenhanges mit dem SBE-Böschungspflanzring, erfolgt zuerst ein Bodenaushub von ca. 40 cm Tiefe. Danach ist eine gut zu verdichtende Frostschutzschicht einzubringen, die 20–30 cm Dicke haben sollte. Dies richtet sich danach, wie steil gebaut wird und wie viel Steinreihen übereinander gesetzt werden. Danach wird ­eine etwa 10 cm starke, erdfeuchte Magerbetonschicht aufgebracht, die als Bettung für die erste, höhen- und fluchtgerecht zu setzende Steinreihe dient. Vorteilhaft ist es auch, unter den in der ersten Steinreihe versetzten Böschungselementen noch jeweils eine Entwässerungsnut anzulegen oder dahinter eine Drainage einzubauen. Während die Steine Lage um Lage gesetzt werden, wird für die spätere ­Bepflanzung geeignete Pflanzerde oder strukturstabiles Pflanzsubstrat eingefüllt und ebenfalls hinter jeder gesetzten Reihe sofort die ­Hinterfüllung eingebracht und verdichtet. Hierfür ist nichtbindiges Frostschutzmaterial zu ­verwenden. Bei steilen und höheren Böschungen ist frostfreie Gründung erforderlich. Hier sollten besser Fachfirmen mit dem Bau beauftragt werden.

   

Pflanzsteine: Mauerbau

Über die üblichen Böschungsbefestigungen hinaus ist speziell der SBE-Vario-Pflanzstein gut dazu geeignet, damit frei stehende Sicht-, Wind- und Lärmschutzwände oder Stützmauern zu bauen. Die Rundumprofilierung sorgt nicht nur für eine gute Optik, sondern gibt durch die Rasterverzahnung sicheren Halt. Durch die Einplanung von Pflanzbalkonen, für die Einlegeböden lieferbar sind, können dann einseitig oder beidseitig Bepflanzungen vorgenommen werden.

Mauerbau mit Pflanzsteinen

Für frei stehende Wände ab einer bestimmten Höhe bzw. bei Stützmauern, abhängig vom Belastungsfall, ist ein statischer Nachweis erforderlich. Musterstatiken können zur Verfügung gestellt werden.

   

GerloCastell Mauersteine: Hinweise zum Maueraufbau

Die Vorbereitung des Aufbaus der Mauer hat wie folgt stattzufinden: Für den Unterbau der Mauer empfehlen wir, einen Aushub von ca. 35 cm Tiefe und Einbringen sowie Verdichten einer ca. 20 cm starken Frostschutzschicht vorzunehmen. Die unterste Reihe der Mauersteine wird auf einer ca. 10 cm starken Schicht aus erdfeuchtem Beton aufgesetzt und höhen- und fluchtgerecht ausgerichtet. Zwischen den einzelnen Steinen sollte eine Fuge von ca. 0,3 cm vorgesehen werden, um in der Fertigung nicht vermeidbare eventuelle Maßtoleranzen auszugleichen. Bei nicht tragfähigem Bodengrund sollte zusätzlich eine frostfreie Gründung eingebaut werden. Die Tiefe dieser Gründung sollte 80 cm betragen und 20 cm stark sein. Die Fundamentstärke und die Tiefe der Baugründung müssen den Gegebenheiten vor Ort entsprechen und sind, falls erforderlich, bauseits statisch nachzuweisen. Der weitere Aufbau der Wand erfolgt, indem die Elemente im Verband versetzt aufgesetzt werden und jeweils Reihe auf Reihe (auch trocken ohne Mörtel) aufeinandergeschichtet werden. Eventuelle Maßtoleranzen können pro Lage ausgeglichen werden.

   

GerloCastell Mauersteine: Frei stehende Gartenmauer

GerloCastell Mauersteine sind beidseitig gespalten und sind somit das ideale Produkt für frei stehende Mauern. Bis zu einer Höhe von drei Lagen (bei 25 cm Breite der Mauersteine), können Sie die Mauersteine lose aufeinanderlegen »Trockenmauer«. Lediglich die oberste Reihe sollte dann mit dem Gerwing-Konstruktionskleber befestigt werden. Weil jeder GerloCastell Mauerstein an der Oberseite kugelgestrahlt ist, benötigen Sie keine Abdeckplatte. Unser Gestaltungstipp: Setzen Sie bei der verfugten Bauweise als Mauerkrone eine sogenannte Rollschicht (senkrecht aneinander gesetzte Mauersteine) ein. Bei der einschaligen Bauweise empfehlen wir, mit maximal neun Steinreihen in die Höhe zu bauen. Achtung: Vermeiden Sie beim Einbau der Steine Kreuzfugen!

   

GerloCastell Mauersteine: Frei stehende Sichtschutzmauer

Siehe Text »Frei stehende Gartenmauer«. Ab einer Mauerhöhe von mehr als 1,5 m spricht man von einer Sichtschutzmauern. Diese sollte (bei Steinbreite von 25 cm einschalig) wegen der Windlasten versetzt gebaut oder bei gerader Flucht in einer zweischaligen Bauweise gebaut werden. Hier empfiehlt sich der Einsatz der GerloCastell Mini-Mauersteinen (2 x 16,5 cm Breite). Für Mauern, die über eine Höhe von 3 Metern hinausgehen, bieten wir auftragsbezogen Mauersteinbreiten bis zu einem Meter an. Bitte fragen sie diese separat an. Sichtschutzmauern müssen auf einem frostfreien Betonfundament gegründet werden.

   

GerloCastell Mauersteine: Beet- bzw. Hochbeeteinfassung

Siehe »Stütz- und Böschungsbefestigung«.

   

GerloCastell Mauersteine: Stütz- und Böschungsbefestigung

Eine Stütz- oder Böschungsmauer fängt einseitig einen Hang etc. ab. Dadurch entsteht Druck auf das Mauerwerk. Um diesen Druck sicher abzufangen, benötigen Sie zunächst einen ausreichend tragfähigen Baugrund. Je nach dem gewünschten Zweck und der notwendigen Belastung können Sie das entsprechende GerloCastell-Mauersteinsystem wählen (GC-Mauersteine 25 cm breit, GC-Mauersteine Mini 16,5 cm breit, GC-Ziersteine 12,5 cm breit). Hinterfüllung: Für die Hinterfüllung der Hang- bzw. Böschungsmauer ist grundsätzlich ein frostsicheres und durchlässiges Boden- oder Mineralgemisch lagenweise einzubringen und standfest zu verdichten. Um einen möglichen Wasserdruck aus der Hinterfüllung dauerhaft zu vermeiden, muss bei einer Wandhöhe von 0,50 m und mehr eine Drainage eingebaut werden. Ebenso sollte das rückwertige Mauerwerk, vor dem Verfüllen, mit einer Folie verkleidet werden.

   

GerloCastell Mauersteine: Einbauvarianten für Stütz- und Böschungsmauern

  1. Senkrechter Wandaufbau*
  2. Geneigter Wandaufbau* (mit Neigungswinkel in den Hang)
  3. Stufenförmig in den Hang*

*jeweils möglich mit und ohne Lastfall (Verkehrslast oberhalb des höher liegenden Geländes)

Wir empfehlen, bei der Erstellung von Hangmauern mit größeren Höhen GerloCastell-Mauersteine als Vormauersteine zu verwenden (siehe Beispielskizze). Zur Stabilisierung des Hangs kann das Erdreich mit sog. Geogittern versehen werden. Bei einer Ausführung als Hangmauer ist ein statischer Nachweis im Einzelfall erforderlich.

Sütz- und Böschungsmauern

   

GerloCastell Mauersteine: Mauern mit Kurven

Für die Erstellung einer Kurve in Ihrer Mauer wählen Sie bitte das kleinste Längenformat des von Ihnen jeweils ausgewählten GerloCastell Mauersteinsystems. Je nach Kurvenradius setzen Sie die Steine mit einer trapezförmigen Fuge (Außenmaß der Fuge ist breiter als innenliegend) aneinander. Alternativ siehe »Bedarfsgerechter Zuschnitt«.

   

GerloCastell Mauersteine: Bedarfsgerechter Zuschnitt

GerloCastell Mauersteine sind in Ihrer Materialbeschaffenheit so entwickelt, dass sie auf der Baustelle bedarfsgerecht, einfach und schnell zugeschnitten werden können. Zur Vermeidung von zu breiten Fugen/Zwischenräumen in der Kurve oder bei einem engen Kurvenradius, empfehlen wir den Zuschnitt mittels einer Flex, mit Steinscheibe oder einem Steinspalter. Vorab sollten Sie die sich aus dem Kurvenradius ergebende Trennlinie am Stein anzeichnen und der Linie nach anschneiden oder -spalten. Nach dem maßgerechten Zuschnitt der Mauersteine können die Schnittstellen mit einem Bossierhammer oder einem Fäustel nachträglich bearbeitet werden. Schnittstaub und Mörtelreste sollten unmittelbar von den Mauersteinen entfernt werden.

   

GerloCastell Mauersteine: Statik

Je nach den regionalen Vorschriften ist eine Statik bei der Erstellung von Mauerwerken in der Regel ab einer Höhe von mehr als 0,75 m nachzuweisen. Diese richtet sich nach den Bauvorschriften der Region sowie nach den Gegebenheiten vor Ort:

  1. Höhe der Mauer
  2. Versetzte Mauer oder gerade Mauer (bei frei stehender Mauer)
  3. Art der Mauer: freistehen Mauer, geneigte Böschungsmauer, senkrechte Böschungsmauer, Carportmauer (wird zusätzlich durch die Dachbefestigung gehalten)
  4. Art und Güte des Unterbaus
  5. Befestigung der Mauer
  6. Ein- oder zweischalige Bauweise
  7. Mit oder ohne Lastfall (bei Böschungsmauern)
  8. Fundament
  9. Mit oder ohne Einbau von Geogitter (bei Böschungsmauer) etc.
   

GerloCastell Mauersteine: Befestigung als Trockenmauer (loses Aufeinanderlegen)

Bei frei stehenden Mauern können Sie die Mauersteine bis zu einer Höhe von drei Lagen lose aufeinanderlegen (bei 25 cm Breite der Mauersteine, Trockenmauer). Die Steine liegen aufgrund Ihres Eigengewichts fest und stabil. Lediglich die oberste Reihe sollte dann mit dem Gerwing-Konstruktionskleber befestigt werden.

   

GerloCastell Mauersteine: Befestigung mittels Kleber

GerloCastell Mauersteine sind an Ober- und Unterseite plan. Daher können die Steine mittels frostsicherem Kleber (per Pistolenkatusche, wir empfehlen Gerwing-Konstruktionskleber) befestigt werden. Der Kleber wird aufgetragen (wenn erforderlich, etwas Stützkorn einstreuen) und die Steine danach einfach übereinandergesetzt und ausgerichtet. Der Kleber sollte gleichmäßig auf der Fläche des Steines aufgetragen werden. Bitte verwenden Sie auf keinen Fall einen zementgebundenen oder kalkhaltigen Kleber. Achten Sie genau auf die Verarbeitungshinweise, die dem jeweiligen Kleber beigefügt sind. Benutzen Sie keinen Schnellkleber und/oder Kleber, der nur für den Innenbereich tauglich ist. Lassen Sie sich im Zweifel bei der Auswahl des Klebers von Ihrem Baustofffachändler beraten.

   

GerloCastell Mauersteine: Befestigung mittels Mörtel

Zu Beginn werden an den Anfang und an das Ende zwei Eisenstangen in das Betonfundament geschlagen. Zwischen die Stangen spannen Sie eine Schnur in Höhe der oberen Mauersteinreihe. Der Fugenmörtel wird danach gleichmäßig ca. 10 mm auf das Betonfundament aufgetragen und die erste Mauersteinreihe darauf versetzt. Durch vorsichtiges Anklopfen der Steine mit einem Gummihammer wird diese in der Höhe ausgerichtet. Die Schnur zeigt die gewünschte Höhe an. Die sich zwischen den Steinen ergebenden Stoßfugen werden fortlaufend mit Mörtel bis zur Oberkante verfüllt. Bitte achten Sie darauf, dass der Mörtel nicht aus den Fugen quillt. Nachdem die erste Steinreihe erstellt ist, bringen Sie den Fugenmörtel auf die Oberfläche der ersten Reihe und setzen Sie danach die zweite Steinreihe auf. Die Schnur wird bei jeder Reihe in der Höhe neu ausgerichtet. So verfahren Sie, bis die gewünschte Mauerhöhe erreicht ist. Achten Sie bitte auf die Verwendung von kalkfreiem Mörtel. Kalkhaltiger Mörtel kann Ausblühungen verursachen! Anschließend empfiehlt sich eine Verfugung der Zwischenräume.

   

GerloCastell Mauersteine: Verfugung

Durch die Art der Fuge kann das optische Erscheinungsbild der Mauer wesentlich beeinflusst werden. Fugenarten sind:

  1. Zurückliegende Fuge (ca. 1 cm zurückliegende Fuge)
  2. Bündige Fuge (Fuge ist bündig mit den Mauersteinen)
  3. Hohlfuge (leicht nach innen gewölbte Fuge)

Sämtliche Fugenvarianten werden mit einem geraden Fugeisen gezogen. Achten Sie bitte auf die Verwendung von kalkfreien Verfugungsmörtel. Kalkhaltiger Mörtel kann Ausblühungen verursachen!

   

GerloCastell Mauersteine: Ausgleich von Höhentoleranzen

Fertigungsbedingte Maßtoleranzen sind möglich und nie ganz vermeidbar (Stein für Stein ein Unikat). Diese können durch den zum Befestigen einzusetzenden Mauermörtel leicht ausgeglichen werden. Um solche Toleranzen bei zu ­klebenden Mauern auszugleichen, empfiehlt sich das Einstreuen von Sand 0–2 mm oder Splitt 1–3 mm (sog. Stützkorn).

   

GerloCastell Mauersteine: Verblendung

Bestehende Wände können nachträglich ideal mit den GerloCastell Ziermauersteinen (ca. 12,5 cm Steinbreite) verkleidet bzw. verblendet werden. Diese werden sodann als Vormauerstein in Verbindung mit Blechankern (als Halterung zu dem verkleidenden Mauerwerk) verwendet. Es empfiehlt sich, bei diesem Einsatzzweck ein qualifiziertes Mauerfach- bzw. Bauunternehmen zu beauftragen.

   

Mauersteine SBE-Vario und SBE-Vario-Break: Gründung

Eine Gründung auf gewachsenem Boden wird vorausgesetzt und ist wichtig für das Gelingen der Baumaßnahme (kein Bauschutt, Geröll, usw.). Fundament: Zunächst ist eine Schotterlage 0/32 mm bis zur frostfreien Gründung (jedoch mind. 30 cm Dicke) gleichmäßig einzubringen und zu verdichten. Das Fundament ist aus erdfeuchtem Beton der Güte C 25/30 herzustellen und sollte eine Dicke von mind. 20 cm haben. Je nach ­Bodenbeschaffenheit ist eine konstruktive ­Bewehrung vorzusehen. 1. Steinlage: Die erste Steinlage wird in den erdfeuchten Beton eingesetzt und dabei höhen- und fluchtgerecht ausgerichtet. Hierbei ist das Spannen einer Richtschnur immer äußerst sinnvoll bzw. erforderlich. Bei SBE-Vario-Mauersteinen beträgt das Längenmaß 33 cm (+/- 3 mm). Das Rastermaß von 3 Steinen sollte möglichst immer gleichmäßig auf ein Maß zwischen 99 cm und 100 cm ausgerichtet sein. Bei SBE-Vario-Break-Mauersteinen beträgt das Längenmaß 25 cm (+/- 3 mm). Das Rastermaß von 4 Steinen sollte möglichst immer gleichmäßig auf ein Maß von 100 cm (+/-) ausgerichtet werden.

   

Mauersteine SBE-Vario und SBE-Vario-Break: Folgeaufbau

Die nächsten Steinlagen werden trocken versetzt. Unter Einbeziehung des Halbsteines in jeder zweiten Steinreihe entsteht dann von Steinlage zu Steinlage der sogenannte Halbverband. Der obere Abschluss wird bei den SBE-Vario-Mauerstein-Systemen von Abdecksteinen oder Abdeckplatten gebildet. Für sichtbare Kopfseiten sind Abdeck-­Endsteine lieferbar. Abdeckplatten verhindern größtenteils das Eindringen von Regenwasser. Dadurch wird die Ausblühneigung des Betons reduziert. Während der gesamten Baumaßnahme sind Fluchtung, Höhen und Einhaltung der Rastermaße regelmäßig zu überprüfen, um aufwendige Korrekturarbeiten zu vermeiden.

maueraufbauten-mit-pflanzsteinen

   

Mauersteine SBE-Vario und SBE-Vario-Break: Auf Lücke gesetzt

Aufgrund seines Längenmaßes von 33 cm eignet sich der SBE-Vario-Mauerstein auch für Maueraufbauten mit Pflanznischen (offener Maueraufbau) – hier in erster Linie für Böschungsbefestigungen oder nach hinten versetzten Stützmauern. Nur so ist natürliche Bewässerung durch anfallenden Niederschlag möglich. Frei stehende Mauern – Beispiel A – sind deshalb nicht empfehlenswert.

   

Mauersteine SBE-Vario und SBE-Vario-Break: Nach hinten versetzte Mauern

Bei nach hinten versetzten Mauern muss kontinuierlich mit dem Baufortschritt die Hinter­füllung mit nichtbindigem Frostschutzmaterial eingebracht und verdichtet werden. Alle hinterfüllten Mauern sollten gegen Feuchtigkeit isoliert und eine Drainage eingebracht werden. Das verhindert Frostverdrückungen und reduziert die Ausblühneigung des Betons. Fertigungsbedingt sind geringe Maßabweichungen nicht vermeidbar. Zum Ausgleich der waagerechten Lagerflächen eignen sich schmale ­Bitumenpappe-Streifen. Richten Sie die einzelnen Lagen an einer Schnur aus.

   

Mauersteine SBE-Vario und SBE-Vario-Break: Maße und Gewichte

Maße und Gewichte sind bei SBE-Vario-Break-Mauersteinen Ca.-Angaben. Infolge des Spaltvorganges kommt es zu unterschiedlich starken Ausrissen aus dem Betongefüge, die ja auch ­erwünscht sind.

   

Verarbeitung der »RockWall« Felswandsteine

Bitte fordern Sie die separate RockWall-Verlegeanleitung für Profis bei uns an oder laden Sie sie hier herunter.
   

30 Jahre Garantie

Eine Garantie für Frostbeständigkeit oder ­Festigkeit wird gegeben für den Beton, aus dem das jeweilige Gerwing-Produkt besteht. Bei Geltendmachung der Garantieansprüche legen Sie bitte den Original-Gerwing-Lieferschein vor. Ferner ist nachzuweisen, dass die Gerwing-Produkte sach- und fachgerecht von einem ­zertifizierten Fachbetrieb eingebaut bzw. verarbeitet wurden. Die Produkte müssen nachweislich regelmäßig fachgerecht gereinigt und gepflegt worden sein.