Allgemeine Hinweise
Vor der Verarbeitung
Prüfen Sie die Ordnungsmäßigkeit der Lieferung hinsichtlich Warenart, Menge und Qualität. Warenmängel sind grundsätzlich vor dem Einbau bzw. der Verlegung schriftlich anzumelden. Bei Verarbeitung von fehlerhaftem Material entfallen sämtliche Reklamationsansprüche, insbesondere Kosten für Neuverlegung, Austausch usw.
Bei unberechtigten Reklamationen behalten wir uns vor, entstandene Kosten (wie z. B. Anfahrt, Material usw.) zu berechnen. Streusalz darf auf allen Terrassenplatten nicht verwendet werden.
Natürliche Abweichungen
Sämtliche Abbildungen auf diesen Internetseiten sind Durchschnittsmuster. Bei der Produktion unserer Erzeugnisse bemühen wir uns, das Aussehen in Struktur und Farbe beizubehalten. Geringe Abweichungen sind aufgrund der natürlichen Schwankungen in den Zuschlagstoffen technisch unvermeidbar und stellen keine Minderung der Qualität dar. Durch unterschiedliche Fertigungsmethoden bei den Einzelprodukten kann es untereinander zu Farbabweichungen kommen, die nicht zur Reklamation berechtigen.
Ausblühungen
Bei Betonprodukten lassen sich Ausblühungen nicht generell verhindern. Durch die Verdunstung von Eigen- oder Fremdwasser wird beim Erhärtungsprozess des Betons Calciumcarbonat kristallisiert. Diese weißen Ausblühungen entstehen also durch einen natürlichen Vorgang und sind nicht zu vermeiden. Sie sind somit keine Qualitätsmängel der Werkstücke.
Die normale Bewitterung (weiches Regenwasser) und die normale Verschmutzung und mechanische Beanspruchung unter Verkehr lässt die Ausblühungen verschwinden. In besonders hartnäckigen Fällen können sie mit einem Zementschleierentferner beseitigt werden.
Ausblutungen
Dunkle punktuelle Verfärbungen sind naturbedingt und können im Einzelnen vorkommen. Es kann sich dabei um pyrithische Zuschläge oder z. B. Urgestein handeln. Diese sind in der Qualitätskontrolle der Produktion nicht erkennbar und stellen daher keinen Reklamationsgrund dar.
Reinigung und Pflege
Alle Gerwing-Plattenserien aus diesem Katalog sind werkseitig endbehandelt. Daher dürfen diese Produkte nicht zusätzlich imprägniert, versiegelt oder beschichtet werden. Normale Verunreinigungen können nicht sofort in die Oberfläche eindringen und diese dauerhaft verschmutzen. Eine regelmäßige Unterhaltspflege ist weiterhin notwendig. Pflegeleicht bedeutet nicht »keine Pflege«! Flecken von Speisen, Rotwein oder Ölen sollten grundsätzlich rasch beseitigt werden, weil Sie bei längerer Einwirkzeit die Imprägnierung/Beschichtung angreifen können. Generell sollten alle Verschmutzungen kurzfristig entfernt werden. Im Normalfall sind diese durch einen harten Besen unter Zuhilfenahme von fließendem Wasser mit eventuellem Einsatz von neutraler Schmierseife zu reinigen. Bei stärkeren Verschmutzungen z. B. durch Mörtelreste, Rost, Algen, Moose oder Flecken durch Gerbsäure von Blättern und Pflanzen ist ggf. ein spezielles Reinigungsmittel erforderlich.
Hinweis: Säurehaltige Flüssigkeiten können bei längerer Einwirkzeit die Oberfläche angreifen.
Pflege von beschichteten Platten (Serie »Benelux«): Die Pflege der Platten wird durch die Beschichtung erheblich vereinfacht. Für die normale Pflege ist reines Wasser zu verwenden. Für eine Intensivpflege bei groben Verschmutzungen benutzen Sie bitte eine neutrale Seifenlauge auf pflanzlicher Basis. Danach muss die Fläche mit reinem Wasser abgespült werden. Pflegeleicht bedeutet nicht »keine Pflege«! Reinigen Sie Ihre Terrasse regelmäßig, dann können Sie sich jahrelang daran erfreuen. Bei dauerhafter Beanspruchung der Beschichtung durch harte oder spitze Gegenstände können unter Umständen Kratzer auf den Platten entstehen. Leichte Kratzer verschwinden nach einiger Zeit durch Witterungseinflüsse und regelmäßige Pflege. Durch Gartenmöbel verursachte Kratzer vermeiden Sie, indem Sie Filzscheiben unter den Füßen der Möbel anbringen. Bei geschnittenen Platten kann die Beschichtung beschädigt werden. Reinigungsprodukte mit Säurebildung und alkalischen Reaktionen, Lösungsmittel, Tausalzverbindungen und Hochdruckreinigungsgeräte dürfen nicht eingesetzt werden. Für die dauerhafte Sauberhaltung unserer GerloCastell-Bruchsteine empfehlen wir die nachträgliche Versiegelung der Steine mit unserer »CleanCastell«-Schutzversiegelung.
Pflastersteine
Unterbau und Bettung
Die Stärke des Unterbaus (z. B. Kiessplitt, Sandbett, Schotter o. ä.) richtet sich nach der zu erwartenden Belastung und ist profilgerecht einzubauen. Zur Befestigung von Gehwegen oder Flächen im privaten Umfeld ist eine Stärke von ca. 20–25 cm ausreichend. Die Dicke des Pflasterbetts sollte im verdichteten Zustand 3–5 cm betragen. Das Pflasterbett wird über Leeren so abgezogen, dass die Pflastersteine vor dem Abrütteln über Sollhöhe liegen.
Um GerloCastell-Kopfsteinpflaster einfach und schnell verlegen zu können, empfehlen wir die oberste Schicht des Unterbaus (Bettungsschicht) mehrere Zentimeter Splitt oder Schlacke ohne Feinanteile zu verwenden (z. B. 2–5 mm). Durch das Einrütteln der Steine werden fertigungsbedingte Steintoleranzen automatisch angeglichen. Die grobe Splitt- oder Schlackenschicht bettet jeden Stein für sich ein. Lästiges Picken der einzelnen Steine kann so weitgehend vermieden werden. Grundsätzlich gilt: Die Langlebigkeit und Güte einer Pflasterfläche hängt im Wesentlichen vom Unterbau ab.
Verlegung
Grundlagen für die Verlegung/Verarbeitung sind die gültigen DIN/EN (Europäische Norm) bzw. die folgenden Herstellerempfehlungen:
Die Pflastersteine sind höhen-, winkel- und fluchtgerecht (mit Schnur) mit einem Fugenabstand von 3–5 mm zu verlegen. GerloCastell Pflastersteine haben zwei gegenüberliegende gerade Seiten. Damit der Verlegewinkel erhalten bleibt, empfehlen wir die Steine so zu legen, dass diese Seiten in Reihe aneinander gefügt werden. Die Pflastersteine sollten bei der Verlegung wechselweise aus mehreren Paketen bzw. BigBags entnommen werden. So erhalten Sie ein natürliches Farbbild der Gesamtfläche.
Fuge
Beim Verlegen ist ein ausreichender Fugenabstand (je nach Rastermaß) 3–5 mm zu berücksichtigen. Bei Pressverlegung entstehen Kantenabplatzungen bei der Nutzung und selbst geringste Fertigungstoleranzen der Steine können nicht mehr ausgeglichen werden.
Die Pflasterfugen sind mit Fugenmaterial, das auf die Fugenbreite sowie das Bettungsmaterial abgestimmt ist, vollkommen einzufegen. Ein Eindringen in die Bettung und somit Entleeren der Fugen darf nicht stattfinden.
Das Schließen der Fugen muss kontinuierlich mit dem Fortschreiten des Verlegens durchgeführt werden.
Abrütteln
Die Pflasterfläche sollte im trockenen Zustand und vor deren Nutzung mit einer Rüttelplatte bis zur Standfestigkeit eingerüttelt werden. Farbige Pflastersteine und solche mit Natursteinmaterialvorsatz müssen mit einer Kunststoff überzogenen Rüttelplatte (Gummischürze) abgerüttelt werden. Zum Einschlämmen der Fläche ist lehmfreier Pflastersand (gewaschen) zu verwenden. Nach dem Einschlämmen ist der Sand nur grob zu entfernen. Wenn sich die Pflasterfläche in den ersten Wochen nach der Verlegung noch setzt, werden die Fugen durch die verbliebenen Feinanteile verfüllt. Nach ca. acht Wochen können Sie die Fläche gründlich abfegen.
Garten- und Terrassenplatten
Verlegung
Grundlagen für die Verlegung/Verarbeitung sind die gültigen DIN/EN (Europäische Norm) bzw. die folgenden Herstellerempfehlungen.
Voraussetzung für einen einwandfreien Außenbelag ist ein den jeweiligen Anforderungen entsprechender, tragfähiger und frostsicherer Untergrund. Ein sauberes Sand- oder Kiesbett (Körnung 0/32 mm oder 0/45 mm) von 10–20 cm Stärke ohne farbabgebende Stoffe gewährt Ihnen eine einwandfreie Lage der Platte, wenn Sie die Verlegefläche fachgerecht vorbehandelt und verdichtet haben. Der Aufbau ist so zu wählen, dass keine Staunässe entsteht und der Unterbau ein Gefälle von 2–3 Prozent vom Gebäude weg hat. Die Platten legen Sie in 5–10 cm gewaschenen Sand oder Kies bzw. Splitt (Körnung 2/5 mm). Verwenden Sie als Verlegehilfe einen Plattenheber.
Die Platten müssen vollflächig im Sand- oder Splittbett aufliegen. Sie sind mit einem Gummi- oder Kunststoffhammer (möglichst mit aufgelegtem Brettstück) festzuklopfen. Auf vorhandene, mit Gefälle versehene Beton-Unterkonstruktionen (z. B. Dachterrassen, Balkone usw.) erfolgt die Verlegung der Platten unter Ausgleich der Höhendifferenzen mittels Stelzlagern, Mörtelsäckchen, Splitt, Feinkies oder Drain- bzw. Filtermatten mit aufseitiger Ausgleichsschicht.
Platten können auch kraftschlüssig in Mörtel verlegt werden. Wir empfehlen diese Verfahren jedoch nicht für den Außenbereich.
Platten während der Verlegung nicht durch Erde (Mutterboden), Mörtelreste, Lehm usw. verschmutzen. Nach dem Verlegen, möglichst bis zum Ende der Bauphase, mit Folie abdecken.
Fuge
Die Platten sind mit gleichmäßigen Fugen (Breite 3–5 mm) zu verlegen. Verwenden Sie Fugenkreuze für einen gleichmäßigen Fugenverlauf, ein Verschieben der Platten wird verhindert. Bei fugenloser Verlegung (Pressfuge) können die Plattenkanten schon bei der Verlegung beschädigt werden. Bitte beachten Sie, dass zwischen dem Plattenbelag und angrenzenden, festen Bauteilen eine Dehnungsfuge anzulegen ist. Bei Verlegung von Platten im Sandbett sind die Fugen mit lehmfreien Feinsand (Quarz- oder Silbersand) zu verfüllen und einzufegen. Achtung: Nicht mit Wasser einschlämmen! Bei Verlegung von Platten auf Stelzlagern, Mörtelsäckchen und in Splitt erfolgt keine Verfugung. Um die Beschichtung von Platten der Serie »Benelux« nicht chemisch zu verändern, darf eine Verfugung nur mit zementärem, vergütetem und schnellhärtendem Pflasterfugenmörtel erfolgen. Mörtel auf Kunstharzbasis können die Beschichtung anlösen.
Blockstufen
Vor dem Einbau
Messen Sie die Höhe und die Tiefe der Stufenanlage aus. Die unterste Stufe muss auf einem Betonfundament aufliegen. Der Hang wird terrassenförmig ca. 5 cm über der Auftrittsbreite der Blockstufen bis zum obersten Tritt abgeböscht.
Einbau
Beim Einbau empfehlen wir das Versetzen der Vorderkante jeder Blockstufe um 3 cm. Durch die Steinbreite von 37,5 cm ergibt sich dadurch eine optimale Auftrittsbreite von 34,5 cm. Die Stufen werden einzeln in ein Mörtelbett gesetzt und ausgerichtet. Dabei ist auf ein Gefälle nach vorne von ca. 3 mm zu achten. Abschließend sollten Sie lagenweise hinterfüllen und verdichten.
Palisaden
Fundamentierung
Palisaden können beim Versetzen einfach ins Erdreich eingebunden werden. Wir empfehlen jedoch die Verwendung eines Betonfundamentes. Die Einbindung sollte in jedem Fall 1/4 der jeweiligen Palisadenhöhe betragen.
Nach dem Aushub des Versetzgrabens wird eine mindestens 10 cm dicke Sauberkeitsschicht aus Kies oder ähnlichem Material eingefüllt und verdichtet. Anschließend wird das Fundament aus Unterbeton B 15 eingebracht, auf dem die Palisaden einzeln höhen- und lotgerecht versetzt werden. Die Gesamttiefe des Fundamentgrabens ergibt sich demnach aus der Betonstärke unter den Palisaden, der Stärke der Sauberkeitsschicht und 1/4 der Palisadenhöhe.
Hinterfüllung
Verwenden Sie zur Hinterfüllung frostsicheres Material und verdichten Sie dieses ausreichend.
Eventuell vorhandenes Hangwasser muss durch eine Filterschicht mit Dränage oder die Fugen abgeführt werden, damit im Winter keine Schäden an der Rückseite der Palisade entstehen.
Die Fugen der Palisade, die mit Erdreich hinterfüllt werden, sollten vor Verschmutzung geschützt werden. Verwenden Sie dazu eine handelsübliche Kunststofffolie, mit der Sie die Rückseite der Palisadenreihe ausschlagen.
Mauern
Hinweise zum Maueraufbau
Die Vorbereitung des Aufbaus der Mauer hat wie folgt stattzufinden: Für den Unterbau der Mauer empfehlen wir einen Aushub von ca. 35 cm Tiefe und Einbringen sowie Verdichten einer ca. 20 cm starken Frostschutzschicht vorzunehmen. Die unterste Reihe der Mauersteine wird auf einer ca. 10 cm starken Schicht aus erdfeuchtem Beton aufgesetzt und höhen- und fluchtgerecht ausgerichtet. Zwischen den einzelnen Steinen sollte eine Fuge von ca. 0,3 cm vorgesehen werden, um in der Fertigung nicht vermeidbare eventuelle Maßtoleranzen auszugleichen. Bei nicht tragfähigem Bodengrund sollte zusätzlich eine frostfreie Gründung eingebaut werden. Die Tiefe dieser Gründung sollte 80 cm betragen und 20 cm stark sein. Die Fundamentstärke und die Tiefe der Baugründung müssen den Gegebenheiten vor Ort entsprechen und sind, falls erforderlich, bauseits statisch nachzuweisen. Der weitere Aufbau der Wand erfolgt, indem die Elemente im Verband versetzt aufgesetzt werden und jeweils Reihe auf Reihe (auch trocken ohne Mörtel) aufeinander geschichtet werden. Eventuelle Maßtoleranzen können pro Lage ausgeglichen werden.
Einbauvarianten GerloCastell Mauersteine
Freistehende Gartenmauer: GerloCastell Mauersteine sind beidseitig gespalten und sind somit das ideale Produkt für freistehende Mauern. Bis zu einer Höhe von drei Lagen (bei 25 cm Breite der Mauersteine), können Sie die Mauersteine lose aufeinander legen (Trockenmauer). Lediglich die oberste Reihe sollte dann mit einem Fertigkleber befestigt werden. Weil jeder GerloCastell Mauerstein an der Oberseite kugelgestrahlt ist, benötigen Sie keine Abdeckplatte. Ansonsten werden GerloCastell Mauersteine per Mörtel oder per Fertigkleber befestigt.
Unser Gestaltungstipp: Setzen Sie bei der verfugten Bauweise als Mauerkrone eine sogenannte Rollschicht (senkrecht aneinander gesetzte Mauersteine) ein. Bei der einschaligen Bauweise empfehlen wir mit maximal neun Steinreihen in die Höhe zu bauen. Achtung: Vermeiden Sie beim Einbau der Steine Kreuzfugen!
Freistehende Sichtschutzmauer: Ab einer Mauerhöhe von mehr als 1,5 m spricht man von einer Sichtschutzmauern. Diese sollte (bei Steinbreite von 25 cm einschalig) wegen der Windlasten versetzt gebaut oder bei gerader Flucht in einer zweischaligen Bauweise gebaut werden. Hier empfiehlt sich der Einsatz der GerloCastell Mini-Mauersteinen (2 x 16,5 cm Breite). Weil jeder GerloCastell Mauerstein an der Oberseite kugelgestrahlt ist, benötigen Sie keine Abdeckplatte. Ansonsten werden GerloCastell Mauersteine per Mörtel oder per Fertigkleber befestigt.
Für Mauern, die über eine Höhe von 3 Metern hinausgehen, bieten wir auftragsbezogen Mauersteinbreiten bis zu einem Meter an. Bitte fragen sie diese separat an. Sichtschutzmauern müssen auf einem frostfreien Betonfundament gegründet werden.
Beet- bzw. Hochbeeteinfassung: Siehe »Stütz- und Böschungsbefestigung«.
Stütz- und Böschungsbefestigung: Eine Stütz- oder Böschungsmauer fängt einseitig einen Hang o. ä. ab. Dadurch entsteht Druck auf das Mauerwerk. Um diesen Druck sicher abzufangen benötigen Sie zunächst einen ausreichend tragfähigen Baugrund. Je nach dem gewünschten Zweck und der notwendigen Belastung können Sie das entsprechende GerloCastell-Mauersteinsystem wählen (GC-Mauersteine 25 cm breit, GC-Mauersteine Mini 16,5 cm breit, GC-Ziersteine 12,5 cm breit). Hinterfüllung: Für die Hinterfüllung der Hang- bzw. Böschungsmauer ist grundsätzlich ein frostsicheres und durchlässiges Boden- oder Mineralgemisch lagenweise einzubringen und standfest zu verdichten. Um einen möglichen Wasserdruck aus der Hinterfüllung dauerhaft zu vermeiden, muss bei einer Wandhöhe von 0,50 m und mehr eine Drainage eingebaut werden. Ebenso sollte das rückwertige Mauerwerk, vor dem Verfüllen, mit einer Folie verkleidet werden.
Einbauvarianten für Stütz- und Böschungsmauern:
- Senkrechter Wandaufbau*
- Geneigter Wandaufbau* (mit Neigungswinkel in den Hang)
- Stufenförmig in den Hang
* jeweils möglich mit und ohne Lastfall (Verkehrslast oberhalb des höherliegenden Geländes)
Wir empfehlen, bei der Erstellung von Hangmauern mit größeren Höhen GerloCastell-Mauersteine als Vormauersteine zu verwenden (siehe Beispielskizze). Zur Stabilisierung des Hangs kann das Erdreich mit sog. Geogittern versehen werden.

Bei einer Ausführung als Hangmauer ist ein statischer Nachweis im Einzelfall erforderlich.
Mauern mit Kurven
Für die Erstellung einer Kurve in Ihrer Mauer wählen Sie bitte das kleinste Längenformat des von Ihnen jeweils ausgewählten GerloCastell Mauersteinsystems. Je nach Kurvenradius setzen Sie die Steine mit einer trapezförmigen Fuge (Außenmaß der Fuge ist breiter als innenliegend) aneinander. Alternativ siehe »Bedarfsgerechter Zuschnitt«.
Bedarfsgerechter Zuschnitt
GerloCastell Mauersteine sind in Ihrer Materialbeschaffenheit so entwickelt, dass sie auf der Baustelle bedarfsgerecht, einfach und schnell zugeschnitten werden können. Zur Vermeidung von zu breiten Fugen/Zwischenräumen in der Kurve oder bei einem engen Kurvenradius, empfehlen wir den Zuschnitt mittels einer Flex, mit Steinscheibe oder einem Steinspalter. Vorab sollten Sie die sich aus dem Kurvenradius ergebende Trennlinie am Stein anzeichnen und der Linie nach anschneiden oder -spalten. Nach dem maßgerechten Zuschnitt der Mauersteine können die Schnittstellen mit einem Bossierhammer oder einem Fäustel nachträglich bearbeitet werden. Schnittstaub und Mörtelreste sollten unmittelbar von den Mauersteinen entfernt werden.
Statik
Je nach den regionalen Vorschriften ist eine Statik bei der Erstellung von Mauerwerken in der Regel ab einer Höhe von mehr als 0,75 m nachzuweisen. Diese richtet sich nach den Bauvorschriften der Region, sowie nach den Gegebenheiten vor Ort:
- Höhe der Mauer
- Versetzte Mauer oder gerade Mauer (bei freistehender Mauer)
- Art der Mauer: freistehende Mauer, geneigte Böschungsmauer, senkrechte Böschungsmauer, Carportmauer (wird zusätzlich durch Dachbefestigung gehalten)
- Art und Güte des Unterbaus
- Befestigung der Mauer
- Ein- oder zweischalige Bauweise
- Mit oder ohne Lastfall (bei Böschungsmauern)
- Fundament
- Mit oder ohne Einbau von Geogitter (bei Böschungsmauer) etc.
Befestigung der GerloCastell Mauersteine
- Trockenmauer (loses aufeinanderlegen): Bei freistehenden Mauern können Sie die Mauersteine bis zu einer Höhe von drei Lagen lose aufeinander legen (bei 25 cm Breite der Mauersteine). Die Steine liegen aufgrund Ihres Eigengewichts fest und stabil. Ledigleich die oberste Reihe sollte dann mit einem Fertigkleber befestigt werden.
- mittels Kleber (Baukleber, Fertigkleber, Fliesenkleber): GerloCastell Mauersteine sind an Ober- und Unterseite plan. Daher können sie mittels handelsüblicher Fertig- oder Baukleber (frostsicher, per Pistolenkatusche oder angerührt aus dem Sack, erhältlich beim Baustoffhandel) verklebt werden. Der Kleber wird einfach aufgetragen, wenn erforderlich etwas Stützkorn einstreuen, und danach die Steine einfach übereinander setzen, fertig. Daher rühren auch unsere markigen Werbeslogan: »GerloCastell der Schnellbaustein« oder »kinderleicht zum Selbstbauen«.
- mittels Mörtel: Zu Beginn werden an den Anfang und an das Ende zwei Eisenstangen in das Betonfundament geschlagen. Zwischen die Stangen spannen Sie eine Schnur in Höhe der oberen Mauersteinreihe. Der Fugenmörtel wird danach gleichmäßig ca. 10 mm auf das Betonfundament aufgetragen und die erste Mauersteinreihe darauf versetzt. Durch vorsichtiges Anklopfen der Steine mit einem Gummihammer werden dieser in der Höhe ausgerichtet. Die Schnur zeigt die gewünschte Höhe an. Die sich zwischen den Steinen ergebenden Stoßfugen werden fortlaufend mit Mörtel bis zur Oberkante verfüllt. Bitte achten Sie darauf, dass der Mörtel nicht aus den Fugen quillt. Nachdem die erste Steinreihe erstellt ist, bringen Sie den Fugenmörtel auf die Oberfläche der ersten Reihe und setzen Sie danach die zweite Steinreihe auf. Die Schnur wird bei jeder Reihe in der Höhe neu ausgerichtet. So verfahren Sie bis die gewünschte Mauerhöhe erreicht ist. Achten Sie bitte auf die Verwendung von kalkfreiem Mörtel. Kalkhaltiger Mörtel kann Ausblühungen verursachen! Anschließend empfiehlt sich eine Verfugung der Zwischenräume.
Verfugung von GerloCastell Mauersteinen:
Durch die Art der Fuge kann das optische Erscheinungsbild der Mauer wesentlich beeinflusst werden. Fugenarten:- Zurückliegende Fuge (ca. 1 cm zurückliegende Fuge)
- Bündige Fuge (Fuge ist bündig mit den Mauersteinen)
- Hohlfuge (leicht nach innengewölbte Fuge)
Ausgleich von Höhentoleranzen
Fertigungsbedingte Maßtoleranzen sind möglich und nie ganz vermeidbar (Stein für Stein ein Unikat). Diese können durch den zum befestigen einzusetzenden Mauermörtel leicht ausgeglichen werden. Um solche Toleranzen bei zu klebenden Mauern auszugleichen, empfiehlt sich das Einstreuen von Sand 0-2 mm oder Splitt 1-3 mm (sog. Stützkorn).
Verblendung
Verblendung von bestehenden Wänden mit CasaCastell Verblendsteinen oder GerloCastell Mauersteinen: Für die Verkleidung von unansehnlich gewordenen Wänden oder Steinen haben wir den Verblendstein CasaCastell entwickelt. CasaCastell ist ca. 10 cm breit und wird als Vormauerstein in Verbindung mit Blechankern (als Halterung an dem zu verkleidenden Mauerwerk) verwendet. CasaCastell wird grundsätzlich mit Mörtel gemauert (nicht für die Befestigung mittels Kleber geeignet). Alternativ zu CasaCastell können Sie selbstverständlich auch die GerloCastell Mauersteinsysteme nutzen (hier empfehlen sich besonders GerloCastell Ziersteine mit nur 12,5 cm Breite).
Garantie
Eine Garantie für Frostbeständigkeit oder Festigkeit wird gegeben für den Beton, aus dem das jeweilige Gerwing-Produkt besteht. Bei Geltendmachung der Garantieansprüche legen Sie bitte den original Gerwing-Lieferschein vor. Ferner ist nachzuweisen, dass die Gerwing-Produkte sach- und fachgerecht von einem zertifizierten Fachbetrieb eingebaut bzw. verarbeitet wurden. Die Produkte müssen nachweislich regelmäßig fachgerecht gereinigt und gepflegt worden sein.
